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04.09 12:17:30 [ad sinistram]
Gut, dass er das nicht mehr erleben muß
Ich gebe es offen zu: ich fürchte mich. Mir wird es schwindelig, wenn ich die Kommentare verfolge, die man Sarrazins Buch angedeihen läßt, wenn ich auf Verkaufsplattformen klicke, bei denen die Kundenrezensionen fast einheitlich voll des Lobes sind für diesen Mann und seine konfusen Thesen. Angst stellt sich ein, wenn ich aus jeder Ecke höre, er sei zwar vulgär und unanständig, aber im Kern habe er, das müsse man honorieren, doch vollkommen recht. Mich triezt der Magen, wenn ich von "bitteren Wahrheiten" oder von "Wahrheiten, die man nicht hören will" lesen oder hören muß. Es löst bei mir Koliken aus, wenn ich die milde vor sich hindampfenden Proteste vernehme, die sich halb an Sarrazins Hals hängen, ihm halb gratulieren, ihn hälftig loben, um auf der anderen Seite mahnend den Drohfinger zu schwingen - Drohgebärden, die nicht zu doll, nicht zu erbost, nur tadelnd wirken sollen, lediglich etwas mehr Etikette einfordernd.
31.08 14:19:30 [Radio Utopie]
DEUTSCHLANDS ABSCHAFFER: Bundesbanker Sarrazin und die Mythologie der kirchlichen Gene
Kirchen sind keine Ethnien, Staaten sind keine Völker, Politik ist keine Religion. Jahrhunderte nach dem Zeitalter der Aufklärung und über ein Jahrtausend nachdem das zerfallende Römische Imperium das Christentum formte und zur Staatsreligion machte, werden im Einflußbereich der kulturellen Nachfolger Roms selbst die simpelsten, logischen Gedanken wieder in Frage gestellt. Die in diesem Kulturraum herrschende Nomenklatura aus Finanzalchemisten und ausführenden Machthabern versucht – den drohenden Machtverlust vor Augen – mit ihren verbliebenen Dienern und Propagandisten im welt-, geld- und geopolitisch entscheidenden Deutschland nicht nur eine geistige Wende rückwärts in die Epoche der Mythologie und des verbrämten Mystizismus. Eine Woche vor dem Treffen der Vize-Finanzminister der G-20-Staaten in Gwangju, zwei Monate vor dem Gipfel der Staatschefs der G-20 in Seoul, mitten in einem Weltfinanzkrieg und kulturellen bzw wirtschaftlichen Umbruch historischen Ausmaßes, ist die Propagandakampagne eines führenden Mitglieds der Zentralbank unter dem Titel “Deutschland schafft sich ab” kein Zufall: sie soll unter der falschen Flagge vermeintlicher Bedrohungen durch Einwanderer die Glocke läuten, für einen Marsch rückwärts in Diktatur, Mittelalter, Feudalismus und in ein neues Europäisches Imperium.
28.08 09:59:49 [Leben in Stuttgart]
Unterstützerkreis Stuttgart 21: Endlich kommen die Profiteure auf die Bühne
(Stuttgart, den 19. Oktober 2006) Damit Stuttgart 21 aber auch solide finanziert werden kann, helfen aus dem Unterstützerkreis folgende Personen, äh Banken:
Südwestbank AG, Dr. Peter Baumeister, Aufsichtsratsvorsitzender
Landeskreditbank Baden-Württemberg, Christian Brand, Vorstandsvorsitzender
Deutscher Sparkassen- und Giroverband, Heinrich Haasis, Präsident
Landesbank Baden-Württemberg, Siegfried Jaschinski, Vorstandsvorsitzender
Baden-Württembergische Bank, Joachim E. Schielke, Vorstandsvorsitzender
Sparkassenverband Baden-Württemberg, Peter Schneider, Präsident
Deutsche Bank AG, Willhelm Haller von Hallerstein, Mitglied der Geschäftsleitung
Und natürlich braucht es einen bewährten Projektentwickler. Da hilft Prof. Dr. Hans Sommer, Vorstandsvorsitzender von Drees & Sommer und gleichzeitig (Ergänzung 07.10.2007: Ex-)Geschäftsführer der DBProjekte Bau Süd/West.
28.08 09:31:21 [Leben in Stuttgart]
Stuttgart 21: Das "Werk" der Talibahn
Zu den Motiven der treibenden Hauptakteure, an Stuttgart 21 festzuhalten, haben wir eine Extraseite aufgemacht. Wenn Sie also wissen wollen, warum Herr Grube fast täglich verbissen seine Entschiedenheit verkündet, den Bürgerwillen zu ignorieren, dann lesen Sie hier.
Aus gegebenem Anlaß, mit Blick auf die FAZ: Nur die Neubaustrecke Wendlingen - Ulm schafft signifikante Fahrzeitverkürzungen auf der Strecke Stuttgart - Ulm, nicht jedoch Stuttgart 21!
Die Neubaustrecke kann auch ohne Stuttgart 21 gebaut werden. Wird jedoch Stuttgart 21 gebaut und reicht das Geld nicht für die Neubaustrecke, dann kommt es sogar zu Fahrtzeitverlängerungen!
Leider ist die FAZ nicht das einzige Presseorgan, das sich noch nicht in die Materie hineingearbeitet hat.
Herr Grube, Herr Ramsauer - rücken Sie endlich heraus mit der Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Neubaustrecke! Wenn Sie dieses Gutachten weiter verheimlichen und an Stuttgart 21 weiterbauen wollen, dann liegt der Verdacht nahe, daß Sie Steuergelder zweckentfremden, um Ihren Kragen zu retten.
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